rose
Politik im Vers

26.04.2021


Schwarz und Weiß

Es scheint nur noch zu geben: schwarz und weiß,
kein grau dazwischen, jedes konträre Wort – gleich zu heiß.
Es scheint, als hätt‘ sich die Stimmung festgebissen,
Kritiker werden zu „den andren“ gestellt – deren Gewissen zerrissen.

Es scheint sich zu offenbaren: bist du nicht schwarz, so bist du weiß,
kein grau dazwischen, jedes konträre Wort – gelegt auf Eis.
Es scheint, als sei der Mut verloren,
Widerstand stumm in sich zusammenfällt – erstickt die Toren.

Es scheint nur noch zu geben: schwarz und weiß,
kein grau dazwischen, jedes konträre Wort – treibt Schweiß.
Es scheint, als würd‘ es zwei Gesellschaften geben,
die einen der Angst ergeben, die andren wollen wieder leben.


22.04.2021


Kein Bock auf Rock

Habeck hadert, es kullern schon die Trän‘.
Seichte, still, ja sogar fast heimlich,
musst er’s dennoch erwähn‘:
„nun häng‘ ich am Rock – von Baerbock!“

Weil Ehrlichkeit sich bewehret – stets am längsten,
gibt er’s zu – nicht nur im Kreise seiner engsten -
wohl sei’s geglaubt,
ist seiner Philosophie und seinem Traum, dem längsten –
beraubt!

Er kann es kaum sagen,
dennoch wird er‘s mutig wagen,
auszusprechen auch ohne Gewinn –
„Ich wär‘ gern‘ Kanzler anstelle der Kanzlerin!“

-sgu-


Absurditäten

Je absurder die Geschichten,
desto mehr muss ich dichten,
Unverständnis gepaart mit Frust abladen,
sonst würd‘ mir platzen, gewaltig – der Kragen,
bei all dem Unbehagen.

So fällt mir ein aus Kindertagen, die kleine Hex‘,
stand immer früh auf – gleich um sechs.
Sie wusste stets das rechte zu tun – zur richt’gen Zeit.
Doch ab diesem Samstag wird sie verzagen - aber es ja nicht wagen,
sich zu treffen, gemütlich zu zweit –
alsbald die zehnte Abendstunde hat geschlagen.

Bei Absurdität wird gedichtet und geschrieben – im Akkord.
Darauf gäb‘ ich fast mein Wort.
Am liebsten in holden Lobgesängen,
rein von positiven Klängen – getragen,
wie beim tief geschätzten – Gott hab‘ ihn selig! – B. Traven.

-sgu-


Lobgesänge

Hört ihr keine Minnesänger unterm Balkone Reime und süße Verse formen?
Oder sind auch die entsetzt der beschlossenen Normen?

Den Fürsten wurde so einst gehuldigt,
selbst den Gewürzen wurde Ehre gesungen,
heut‘ wird mit Worten in social Media –
für all deren Fehlverhalten gerungen.

Welch‘ ein Jubel, welch‘ deutsche gloire,
endlich wird altbekannte Tugend wieder wahr!

Ausdauernd, gesund soll sie sein, uns‘re Jugend – künftig fit,
will sie raus – aus dem Haus, sich treffen zu später Stund‘,
nicht rumhängen, sondern rumrennen – aber im Laufschritt!
Gemütlich - im Spaziergang - geht dies bekanntlich nur mit Hund.

Gelobt sei die Gesundheit und die Freiheit dazu!
So reibt ein Eure Füße! Sonst werden sie wund!

Benachteiligt sind nur die Frauen zwischen zehnter und zwölfter Abendstunde,
drehen in nautischer Dämmerung nie und nimmer ganz alleine ihre Jogging-Runde,
Ein heroisches Lob auf die verständigen Frauen – sie kennen das schon,
benachteiligt war‘n sie schon immer – vor allem beim Lohn!

-sgu-


Ich weiß nicht, was das noch werden soll

Ich hab‘ schon bald ‘nen Liter Kaffee weg,
und lieg mit Jammer gleich wieder im Bett,
sollt‘ es so weitergehn‘,
heul‘ ich, dass allen die Augen trän‘.

Ich weiß nicht, was es soll bedeuten,
so überschrieb Heine jene Zeilen,
voller Schiffsgejammer; oh wei,
den Untergang causé par Loreley.

Ich weiß nicht, was das noch werden soll;
kriegen die Politiker den Hals nicht voll?
In Zeiten größter Not,
müssen sie füllen ihre Körbe - mit noch mehr Brot!

Dem Volke wird, der Seuche Schuld,
der Gürtel immer enger gezurrt –
allmählich und ganz langsam nur,
nach und nach, mit viel Geduld.

Indessen die Herren und Damen – politicum,
sich in Kreativität der Rechtfertigung erheben,
wie kann man nehmen,
ohne zu geben.

Ich weiß nicht, ob die Antwort jedem gefällt,
und ob’s all‘ die Darmstädter wohl erhellt,
wenn statt zehne, dreizehn gewählt,
und aus dem Staatssäckl hat zu fallen - noch mehr Geld.

Ich weiß nicht, was das noch werden soll,
gebeutelt vom inneren Jammer und schmerzlichen Groll,
kein Gedenken Büchners Wort‘ an die Bauern heut`, keine Reu‘.
Die Macht in Darmstadt kennt keine Scheu!

-sgu-


Homeoffice und Homeschooling

Kann’s einfach immer noch nicht glauben,
vielleicht ist’s für’s Verständnis doch zu hoch,
so wie die berühmten hängenden Trauben?
Homeoffice und Homeschooling in einer Woch‘,
zu erledigen – beides – zur gleichen Zeit,
bin ich dazu grundsätzlich bereit?

Kann`s einfach immer noch nicht fassen,
sind noch im Schranke alle Tassen?
Müsst’s nicht jeder längstens wissen,
Multitasking wurd‘ erst kürzlich – aller zum Hohn,
ganz manierlich, wissenschaftlich zerrissen.
Nichts da, mit Homeoffice und Homeschooling – ganz synchron!

-sgu-



Wechselunterricht

Demnächst komme ich meinem Kind
wieder mit den Büchern von „Volk und Wissen“,
doch davor – früh am Morgen – als Sportersatz,
steht der Waldlauf auf erstem Platz,
der Weckruf jäh ungerührt verhallt,
denn Kindes Kopfe steckt tief im Kissen,
will weder Sport noch „Volk und Wissen“.

-sgu-



Waldlauf

War heut‘ schon mit Laufen dran,
entlang der Bäume, stehn Spalier,
warten auf `ne bessere Zeit,
ausgepumpt das Aquifer, tief und weit,
Hessens Wasser - hier,
alles fängt mit Träumen an.

-sgu-


Neu auf unserer Homepage ist nun die Rubrik "Politik im Vers".
 
Es gibt Dinge, die kann man besser singen,
und dabei sehr viel Freude bringen,
in der Politik indes,
liest sich manch' grotesker Scherz,
besser im gereimten Vers.

Märchenstund‘ beim Grünen OB

Bäumchen rüttel dich und schüttel dich,
wirf Gold und Silber über mich,
damit ich kann bezahlen, den ultrateuren Graben,
um einmal pro Stund‘ im ICE zu fahren.

-sgu-


ICE II

Wieso die ganzen Jahre verschwendet,
durch Sitzen, Zittern, sich Erhitzen,
in Gesprächen mit der DB Bahn AG,
wenn am Ende steht, es geht so nicht;
wir brauchen mehr an Schienen,
weg den Wald und weg die Wiesen,
sonst kommt das Klimaschutzgesetz ins Schwitzen.

-sgu-


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